Eiweiße
(Proteine) sind aus Aminosäuren aufgebaut. Acht dieser Aminosäuren (Lysin,
Leucin, Isoleucin, Methionin, Valin, Tryptophan, Threonin, Phenylalanin,
) sind essentiell (lebensnotwendig). Das bedeutet, der Körper braucht
sie zum Leben, kann sie aber nicht selber herstellen. Andere, als
nicht-essentiell eingestufte Aminosäuren (z.B. Histidin) können jedoch
unter bestimmten Umständen (z.B. Kindheit) lebensnotwendig sein.
Sie spielen eine bedeutende Rolle, da die Zellen zum Großteil aus
Proteinen aufgebaut sind, die einem kontinuierlichen Auf- und Abbau
unterliegen. Somit müssen ständig Aminosäuren zugeführt werden.
Eiweiß kommt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Das
tierische Protein ist für den Menschen wertvoller (höhere "biologische
Wertigkeit"), da es in seinem Aufbau dem Eiweiß des menschlichen Körpers
ähnlicher ist und daher körpereigene Substanz leichter aufgebaut werden
kann. Die biologische Wertigkeit wird durch den Gehalt an
lebensnotwendigen Aminosäuren bestimmt.
Die tägliche Nahrung sollte jedoch aus einer Mischung tierischen und
pflanzlichen Proteins zusammengesetzt sein. So wertet das tierische
Eiweiß das pflanzliche in seiner biologischen Wertigkeit auf.
Eiweißlieferanten unserer Ernährung sind:
* Fleisch, Fisch, Eier
* Milch und Milchprodukte
* Sojaprodukte
* Hülsenfrüchte
* Getreide und Getreideprodukte
Eiweiße (EW)
stellen, neben anderem, den Baustoff für unsere Zellen dar und bestehen
selbst aus Aminosäuren (AS). Aneinandergekoppelt bilden diese
Aminosäuren komplexe Eiweißkörper.
So
bezeichnet man
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2
aneinander gebundene AS als |
Dipeptid |
|
3
AS als |
Tripeptid |
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bis zu 10 AS |
Oligopeptid |
|
bis zu 100 AS |
Polypeptid |
|
mehr als 100 AS |
Protein |
Jedes mit
der Nahrung aufgenommene Eiweiß/Protein, wird im Magen-Darm-Trakt zu
Aminosäuren zerlegt und anschließend vor allem in der Leber wieder zu
körper- eigenem Eiweiß zusammengesetzt.
Von
den 20 natürlich vorkommenden AS sind 10 als nicht essentielle, 8 als
essentielle und 2 als semiessentielle Aminosäuren eingestuft worden.
(essentiell bedeutet lebenswichtig und nicht im Körper erzeugbar)
Die
semiessentiellen AS sind für Säuglinge essentiell, da in dieser
verstärkten Wachstumsphase diese AS nicht zusätzlich vom Körper
synthetisiert werden können (wie z.B. die nicht essentiellen).
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nicht
essentielle AS |
semiessentielle AS |
essentielle AS |
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Alanin
Aspargin
Asparginsäure
Cystein
Glutamin
Glutaminsäure
Glycin
Prolin
Serin
Tyrosin |
Arginin
Histidin
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Isoleucin
Leucin
Lysin
Methionin
Phenylalanin
Threonin
Tryptophan
Valin |
Proteine - wie viel benötigt der
Athlet?
Eiweiße sind komplexe, organische Stoffe, die aus verschieden
Aminosäuren bestehen. Es wird unterscheidet zwischen Pflanzlichem und
tierischem Eiweiß. Viel tierisches Eiweiß enthalten Fleisch, Fisch,
Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte. Pflanzliches Eiweiß kommt in
Soja (Tofu), Nüssen, Getreide, Kartoffeln und Gemüse vor. Der
Eiweißgehalt der
Ernährung zeigt vielfältigen Einfluss auf die Gesundheit und
Leistungsfähigkeit.
Die Hauptaufgabe des Eiweiß sind: Wachstum, Muskelansatz, Wiederaufbau
von Hormonen und Enzymen, Regenerierung nach Erkrankung und körperlicher
Belastung. Eiweiße sind Bausteine des menschlichen Körpers. Für den
Nichtsportler Rechnet man in etwa 1g Eiweiß pro kg Körpergewicht. Das
hängt allerdings auch von Alter, Geschlecht, Gewicht, Sportart und vor
allem vom Trainingsziel ab. Bei einem hartem Training mit dem Ziel Kraft
und Muskelaufbau verdoppelt oder Verdreifacht sich der Eiweißbedarf.
Ihren bedarf Über Fleisch und Milchprodukte zu decken könnte ihrer
Gesundheit und ihrem Geldbeutel schaden.
Denn Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte enthalten so genannte Purine
und eventuell zu viel Fett.
Hier kommen nun Eiweißpräparate zur Geltung, die meist einen sehr hohen
Eiweißgehallt aufweiden und weitgehend frei von Purine und Fett sind.
Beim Kauf ist aber auf eine gute Verträglichkeit und und eine möglichst
hohe vielfältige Aminosäurenzusammensetzung zu achten. Natürlich sollten
sie Vergleiche anstellen und nicht gleich das erst beste nehmen.
aber auch das beste Eiweiß der Welt kann kein Training ersetzen. Im
Gegenteil. Wenn sie ihren Eiweiß gehallt überschreiten, wandelt ihr
Körper es in Kohlenhydrate um die wiederum bei einem Überschuss zu
Fettansatz führen.
Bei einem Eiweißmangel verliert ihr Körper an Substanz und wichtige
Organe werden gestört.
Des weiteren kommt ihr Stoffwechsel durcheinander.
Also achten sie auf eine Möglichst ausgewogene Ernährung mit einem
angemessenem Eiweißgehalt.
Die Zufuhr von Protein wird oft überbewertet. Viele Kraftsportler
fixieren sich bei Ihrer Nahrungszusammenstellung zu sehr auf Proteine,
weil diese einerseits Bestandteil der Muskelzellen sind und andererseits
neben einigen anderen Aufgaben noch als Baustoff vieler Hormone
fungieren. Dazu gehören auch das Testosteron und das Wachstumshormon HGH.
Ohne ausreichende Proteinzufuhr wachsen keine Muskeln, aber
überschüssiges Protein wird teilweise zu Harnstoff umgewandelt und
ausgeschieden. Der andere Teil wird zuerst in Glucose umgewandelt und
zur Energiegewinnung verwendet und in der nächsten Stufe als Fett
gespeichert. Hinzu kommt, dass Ihre Nieren und Ihre Leber bei
übertriebener Proteinzufuhr vermehrt Purine entgiften müssen, die vor
allem in tierischem Protein vorhanden sind. Das Endprodukt der Purine,
die so genannte Harnsäure, lagert sich gerne in Gelenken und Sehnen ab
und kann so zur bekannten Gicht führen. Nach mehreren Jahren
buchstäblicher Proteinmast besteht sogar Herzinfarkt-Gefahr, da nützt
Ihnen alles gute Kreislauftraining nichts mehr. Also stellt sich auch
hier wieder die Frage:
Wie viel ist genug?
Die in Kalorientabellen und sonstigen Publikationen genannten 0,9 Gramm
Protein pro Kilo Körpergewicht und Tag sind vollkommen ausreichend für
den normalen Menschen, der weder schwere Arbeit hat und auch nicht
intensiv Sport betreibt.
In Bodybuilding - Magazinen werden zwei bis drei Gramm Protein pro Kilo
Körpergewicht oft als Richtwert zur optimalen Gewichts- und Kraftzunahme
propagiert, aber auch da bin ich gegen eine Globalisierung. Wieviel
Protein ein Mensch zu sich nehmen muß, hängt nicht nur von seinem
Körpergewicht ab. Vielmehr sollten Sie Ihre Zufuhr nach einigen
persönlichen Faktoren gestalten:
* Beruf
* Geschlecht
* Körperfettanteil
* Trainingsverfassung
* Stoffwechselgeschwindigkeit
* Trainingsintensität und -häufigkeit
Wie gehabt müssen Sie auch hier zunächst einige Wochen oder gar Monate
experimentieren, um Ihren Bedarf festzustellen. Auch die Art und
Zusammenstellung der Lebensmittel kann sich sehr unterschiedlich auf
Ihren Muskelaufbau auswirken. Die Kombination von Lebensmitteln mit
verschiedenen Wertigkeiten (Wie viel des aufgenommenen Proteins wird
wirklich zu Muskeln verarbeitet) finden Sie auf der nächsten Seite.
Nach diesen Zeilen ist Ihnen bestimmt bewusst geworden: An
trainingsarmen oder -freien Urlaubstagen müssen Sie vielleicht nicht gar
so viele Proteine zu sich nehmen!
Doch nun zu der weit verbreiteten Fehlannahme, bei der Errechnung des
Proteinbedarfs immer vom ganzen Körpergewicht auszugehen, sprich: "Ich
wiege achtzig Kilo, mal einem Proteinbedarf von 1,5 Gramm, macht
einhundertzwanzig Gramm Protein täglich".
Je nach den oben genannten Faktoren kann dies bereits zu viel sein, denn
die empfohlenen Proteinmengen richten sich eigentlich immer an das
Nettogewicht eines Bodybuilders mit sehr wenig Körperfett (ca. 5-10 %).
Sie sollten also zuerst Ihren ungefähren Körperfettanteil errechnen und
diesen dann von Ihrem Körpergewicht abziehen!
Hilfe gibt Ihnen dabei eine Hautfalten-Schiebelehre (Caliper), die Sie
an Ihre Problemzonen ansetzen.
Energiegehalt
Der
Energiegehalt von 1 g Eiweiß beträgt rund 17,2 kJ (4,1 kcal).
An der
Tagesgesamtenergiezufuhr sollte das EW mit 15-20% beteiligt sein.
Der
absolute Bedarf ist noch immer vieldiskutiert.
Aktuell sind Werte um:
- 0,8
g/kg KG (Körpergewicht) pro Tag für Nichtsportler
- 1,0
g/kg KG pro Tag bei Hobbysportler
-
1,2-1,5 g/kg KG pro Tag für Ausdauersportler
- 2,0
g und mehr pro Tag für Kraftsportler
Berechnung der Protein-Zufuhr
"Ideal" - Ernährungsmodell für einen normal trainierten Mann mit 80 Kg
Körpergewicht und ca. 15 % Körperfettanteil:
80 Kg Körpergewicht abzüglich ca. 15 % Fettgewebe = 68 Kg fettfreies
Körpergewebe.
Pro Kg fettfreies Körpergewicht wird zum Halten des Gewichtes bei
geringer sportlicher Leistung etwa 1 g Protein benötigt, also:
68 x 1 = 68 g.
Pro Kg fettfreies Körpergewicht wird zum Muskelaufbau mindestens 1,5 g
Protein benötigt, also:
68 x 1,5 = 102 g.
Auf Dauer entsteht je nach Stoffwechsel dennoch eine negative
Stickstoffbilanz im Körper, d.h. erhöhter Proteinstoffwechsel und somit
–abbau. Besser für sehr intensives Aufbautraining wären demnach 2 Gramm
pro Kg fettfreiem Körpergewicht, je nach anfänglich genannten Faktoren
auch mehr:
68 x 2 = 136 g.
Eiweiße und ihre Wirkung
Lactalbumin:
Ist auch besser bekannt unter Molkeprotein oder Whey - Portein. Es ist
der Bestanteil des Milchproteins und erfreut sich großer Begehrtheit, da
es sich besonders nach schweren körperlichen Belastungen wie Straining
eignet um dem Körper schnellst möglich Aminosäuren für die Regeneration
zu zuführen.
Achtet beim Kauf darauf, das es möglich wenig Fett und Milchzucker
enthält. da dieses auf eine Schlechte Produktion zurückzuführen ist,
wodurch viele Eigenschaften verloren gehen.
Mal was zu der Werbung einiger Hersteller, die meist ihr Produkt mit
einer Wertigkeit von weit über 120% angeben, was jedoch nicht möglich
ist. Eher solltet ihr darauf achten das es einen hohen Glutamingehalt
aufweißt, was sich positiv auf die Regeneration auswirkt. Vergleicht
auch verschiedene Hersteller, nicht unbedingt teuer ist besser.
Casein:
Das eher preisgünstigere Casein macht den Hauptbestandteil des
Milchproteins aus. ES ist in natürlicher Form in z.B. Quak und
Hüttenkäse zu finden. Jedoch ist die biologische Wertigkeit nicht so
hoch wie bei dem Lactalbumin. Sie ligt zwischen 71 und 74.Was es jedoch
nicht schlechter macht. denn es weist noch eine Reihe von guten
Eigenschaften auf.
Es wird im Magen und Darmtrakt zu einer Gellartigen Flüssigkeit
umgewandelt, was die Verdauung bremst und so mit langsam und gleich
mäßig die Aminosäuren ins Blut abgegeben werden, was es zum perfekten
Nachtprotein macht. Es bietet sich aber auch an, wenn man nicht in der
lange ist regelmäßig (ca. alle 2 -3 Std.) Eiweiß zu konsumieren.
Die Kombination beider. Also, Lactalbomin wie auch Casein ergeben eine
Ausgewogene Amisäurebilanz.
Welches Protein ist das Beste?
Die Qualität der aufgenommenen Proteinquellen ist wie bereits erwähnt
sehr entscheidend für die Schnelligkeit Ihres Muskelaufbaus.
Fälschlicherweise gehen viele davon aus, daß Fleisch immer noch die
beste Proteinquelle sei. Einmal abgesehen von den genannten
unerfreulichen Nebenprodukten ist unsere Verdauung eigentlich auf
"Pflanzenfresser" ausgelegt, ob Sie’s glauben oder nicht. Wahrscheinlich
liegt es daran, daß Pflanzenproteine bei übermäßigem Konsum nicht diese
negativen Folgen wie tierisches Protein erzeugen, sie sind nämlich
purin- und cholesterinfrei.
Die Vielfalt der Aminosäuren (Bausteine des Proteins) in pflanzlichen
Nahrungsmitteln übertrifft sogar oftmals die im Fleisch.
Optimal für den Kraftsportler ist aber nach wie vor ein Zusammenspiel
von Fleisch- und Pflanzenproteinen, da sich diese teilweise in ihrer
Wertigkeit ergänzen. So kommen verschiedene Kombinationen sogar über
eine Wertigkeit von Hundert. Zum Vergleich: Das Vollei stellt das
hochwertigste Protein überhaupt dar und gilt mit einem Wert von 100
Prozent als Richtlinie für alle anderen Nahrungsmittel. Haferflocken zum
Beispiel erzielen alleine für sich nur 65 Prozent.
Gute Bezugsquellen für Protein
Des Nahrungsprotein besteht aus 18 Aminosaüren. Die Hälfte bilden die
essenziellen Aminosaüren, so genannt, bei der Organismus dieser Aminos
nicht selbst zusammenfügen kann. Diese essenziellen Aminosaüren müssen
mit der Nahrung zugeführt werden. Dabei bestimmt die Aminosaüren
Zusammensetzung einer Proteinquelle ihrem Nennwert, dies wird auch
biologische Wirklichkeit genannt.
Die höchste biologische Wirklichkeit weisen tierische Eiweißquellen auf,
die alle essenziellen Aminosaüren in den Proteinen liefern, wie der
Körper sie benötigt: z. B. Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier und Milch.
Getreide, Gemüse und Früchte liefern ebenfalls wertvolle Aminosaüren,
aber viel weniger als Nahrungsmittel tierischen Ursprungs und nicht in
gleicher Qualität. Proteine an Sojabohnen und Kiechererpsen ist zwar
recht hochwertig, aber um auf die gleiche Menge Eiweiß zukommen, die
Einstige liefern, müsste man vielmehr so der Produkte und die Herzen
verzehren.
Aus diesem Grund, sollten die Hauptnahrungsmittel für Proteinen
tierischen Ursprungs sein.
Noch ein Wort zu Proteindrinks:
Proteine sind der Grundbaustein des Körpers. Nach der abgeschlossenen
Erholungsphase nach einem Training benötigt der Körper zusätzliches
Protein, um die Mikrotraumata in den Muskelfasern zu reparieren und im
Anschluss die neue Muskelmasse aufzubauen.
Jedoch möchte ich hier noch einmal anmerken, dass dieser Prozess erst
beginnt, wenn der Körper seine Energiereserven wieder aufgefüllt hat.
Eine Einnahme von Eiweißdrinks unmittelbar nach oder gar während des
Trainings macht deswegen keinen Sinn.
Proteinkonzentrate können sinnvoll sein, wenn es darum geht, genug
Eiweiß zu sich zu nehmen ohne dem Körper sonstige zusätzliche Kalorien
zuzuführen.
Ansonsten kann man durch das trinken von 1-2 Gläsern Milch alle 1 1/2
bis 2 Stunden am Tag nach dem Training für einen ausreichenden und
konstanten Eiweißspiegel im Körper sorgen.
Die dem normalen Eiweiß überlegene Effektivität von Proteinen mit hoher
biologischer Wertigkeit und Whey Proteinen ist wie bei so vielen anderen
Supplements in der Praxis nicht nachgewiesen.
Überprüfen Sie außerdem die Zutaten auf den Etiketten, kaufen Sie am
besten Pulver mit Eialbumin, dem hochwertigsten Protein. Molkepulver ist
gerade noch OK. Sollten Sie etwas von collagenem Protein lesen, so hört
sich das vielleicht gut an, ist aber lediglich niederwertiges Protein
aus gemahlenen Sehnen und Knochen von Tieren. Verzichten Sie dankend.
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