Wasser

 Ihr Körper besteht zu etwa sechzig Prozent aus Wasser, die Muskeln machen den größten Bestandteil aus. Aufgabe desWassers im Körper ist neben der Regulierung der Körpertemperatur, gelöste Nähr- und Abfallstoffe durch die Außenschicht aller Zellen zu führen. Außerdem hält es Ihre Haut glatt, das Blut flüssig und Ihre Verdauung in Bewegung.
Bei Flüssigkeitsverlust von einem bis drei Prozent machen sich bereits Durst und Leistungsabfall bis zu 20 % bemerkbar! Beim Schwitzen verlieren Sie verstärkt die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Magnesium, ebenso die Vitamine B1 und C. Dadurch wird das bestehende Gleichgewicht zwischen Wasser und Mineralhaushalt gestört. Ein Liter Schweiß enthält im Durchschnitt etwa folgende Mineralien Werte in mg:
 

         

Wenn Sie schnell und stark Flüssigkeit verlieren, schwinden aus diesem Grund auch Ihre Kräfte spürbar schnell – das merken Sie besonders in den Sommermonaten.

Sorgen Sie also dafür, dass Sie regelmäßig über den Tag verteilt und rund um sportliche Betätigungen genügend trinken. Nur, wie viel ist genug? Nun, zuviel trinken können Sie eigentlich nicht – der Körper stößt alles Unbenötigte wieder ab: Entweder Sie schwitzen wieder verstärkt oder müssen in kürzeren Intervallen zur Toilette. Das eigentliche Problem für die meisten besteht darin, dass sie das Falsche oder schlicht zu wenig trinken.

Die bekannte Regel, täglich eineinhalb Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen, mag für im Büro arbeitende Menschen ohne sonstige nennenswerte Tätigkeiten (Staubwischen,  shoppen gehen, fernsehen) gelten.

Sie als Sportler schwitzen durch Ihr Training verstärkt, können so pro halbe Stunde etwa 0,2 Liter Flüssigkeit und somit an Leistungsfähigkeit verlieren. Für Kraft- und Allroundsportler halte ich drei Prozent Ihres Körpergewichtes als Flüssigkeitszufuhr pro Tag für den Mindest-Richtwert, im Sommer eher vier bis fünf Prozent. Halten Sie sich dabei bloß nicht an Ihr Durstgefühl, das kommt meist zu spät – trinken Sie, bevor Sie durstig werden, und immer in kleinen Portionen über den Tag verteilt. Aber Sie werden selbst schon festgestellt haben, dass Sie einen auf Ex gekippten Liter Mineralwasser sowieso nicht lange bei sich behalten.

Eine besondere Unsitte sehe ich immer wieder in Fitness-Studios: Die jungen Burschen, die dort trainieren und sich während oder gar kurz vor dem Training einen Proteindrink reinziehen. Sie meinen es mit ihrem Körper gut, weil sie ihm Nährstoffe liefern wollen, aber dazu ist es jetzt sowieso viel zu spät. Die Nahrung – also auch jeder Proteindrink – muss zunächst einmal verdaut werden, bevor sie als Energie zur Verfügung steht. Und genau hier hemmen sich nun einerseits die zur Verdauung verstärkt in den Magen abgezogene Blutmenge für den Proteindrink und andererseits die Forderung der trainierten Muskeln nach ihrem Pump. Wo bitte soll das Blut hin? Sie haben nur eine begrenzte Menge, und so wird der Körper versuchen, alles aufzuteilen.

Das beste Getränk zur Wiederherstellung des Wasser- und Mineralhaushaltes ist der gute alte Apfelsaftschorle im Mischungsverhältnis eins zu eins. Nur in dieser Variation ist er auch isotonisch, d.h., die Konzentration der gelösten Stoffe entspricht der gleichen Menge wie der verlorenen in Blut und Schweiß. So werden sie besonders schnell vom Körper resorbiert (aufgenommen). Außerdem erhalten Sie so noch ein paar Kohlehydrate in Form von Fructose, die nicht zu schnell ins Blut geht. Die Mineraldrinks in Fitness-Studios enthalten neben den benötigten Mineralien zwar noch Vitamine, aber leider teilweise auch Zucker – prüfen Sie das nach. Mineralwasser ist zwar auch OK., enthält aber zuwenig Calcium und Magnesium zum Ausgleich der verlorenen Menge. Dafür müssen Sie dann später noch über das Essen sorgen. Reines Leitungswasser empfehle ich nur unter Zugabe von Mineraltabletten zum Auflösen, denn wie ich festgestellt habe, behält der Körper reines Wasser ohne Mineralstoffe nicht so gerne.