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Natürliche Quellen |
Die Grundlage jeder
essentiellen, vom Körper benötigten Aminosäure, bildet die
Nahrung. Besonders viele Eiweißbausteine sind enthalten in:
Die eiweissbausteine kommen vor
allem in Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten
und Soja vor, aber auch in Getreide- und Teigwaren. |
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Versprochene / beworbene Wirkung
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Allen Versprechungen
hinsichtlich der Wirksamkeit essentieller Aminosäuren sollte man
kritsich gegenüber stehen. Eine Wirksamkeit wird dieser
Präparatengruppe beispielsweise im Hinblick auf verstärkten
Muskelaufbaus, sowie hinsichtlich schnellerer Rehabilitation
zugesprochen. Auch eine schnellere Regeneration soll in den
Wirkkreis fallen. |
Tatsächliche / belegbare Wirkung
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Studien,
die eine allgemein gültige Wirkweise von Aminosäurepräparaten
nachweisen, liegen nach derzeitigem Wissensstand noch nicht vor.
Aminosäurepräparate werden in der Regel nicht – wie
Proteinkonzentrate – in Form einer Aufbaunahrung verabreicht,
sondern wirken indirekt. Dabei verursachen sie eine übermäßige
Ausschüttung spezifischer Hormone, den so genannten
Wachstumshormonen. Diese Hormone wiederum sollen zu einem
verstärkten Muskelmassenaufbau führen, wobei
Ermüdungserscheinungen, die jeder Mensch vom Training her kennt,
durch die Wirkung der Hormone verzögert werden, bzw. nahezu
ausbleiben.
Wie
bereits erwähnt fehlt eine Studie, die die indirekte
Wirkungsweise von Aminsäurepräparaten nachweist. Man geht von
den oben beschriebenen Wirkweisen aus, eine Wirkung, die sich
bei allen Patienten gleich oder ähnlich auswirkt, erscheint
fraglich. Die Tendenz zeigt, dass die Wirkung der
Aminosäurepräparate vor allem bei kranken Menschen
nachgewiesen zu sein scheint, wohingegen eine solche Wirkung bei
einem sportlich aktiven Menschen fraglich erscheint.
Solange
die Wirkung dieser Aminosäurepräparate nicht aussagekräftig
nachgewiesen wurde, sollte der Patient – sofern er sich zur
Einnahme der Aminosäure(n) entscheidet - sich niemals auf die
Einnahme einzelner Aminosäuren beschränken. Ein Kombination von
Aminosäurepräparate erscheint angebracht, man nennt ein solches
Präparat: Proteinhydrolysate.
Man
verhindert dadurch die Über- oder Unterversorgung mit
spezifischen Aminosäuren. Vergleiche mit der Aufnahme von
Vitaminen werden deutlich! Ein erwachsener Mensch braucht
minimal folgende Tagesdosis:
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Aminosäure |
Gramm pro Tag
(g/d) |
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Leucin |
1,1 |
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Isoleucin |
0,7 |
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Methyonin |
1,1 |
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Threonin |
0,5 |
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Valin |
0,8 |
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Lysin |
0,8 |
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Phenylalanin |
1,1 |
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Tryptophan |
0,25 |
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Aminosäuren können vom Körper
energetisch verwertet werden. 1 g Aminosäuren liefern in
Kilokalorien umgerechnet etwa 25 kcal. |
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Nebenwirkung |
Wie bereits erwähnt gilt
hier nicht die Devise: „Viel hilft viel!“. Eine übermäßige
Dosierung kann erhebliche Nebenwirkungen mit sich führen. Bei
erheblichem Überschreiten der oben angegebenen Tagesdosis kann
der Körper mit Flüssigkeitsmangel, Magen – und Darmbeschwerden,
darunter insbesondere Durchfall reagieren. Geschieht eine solche
Überdosierung über einen längeren zeitraum hinweg, können Leber-
und Nierenschädigungen, aber auch Gichtanfälle auftreten. |