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Natürliche Quellen |
Kreatin kann dem Körper
durch den Verzehr von Fleisch, in geringerem Maße auch durch den
Verzehr von Fisch zugeführt werden. |
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Versprochene / beworbene Wirkung
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Kreatin – Supplemente
sollen den Muskelaufbau beschleunigen. Aufgrund der kurzfristig
zur Verfügung stehenden Energiereserven profitieren besonders
Gewichtheber und
Bodybuilder,
aber auch Sprinter und Werfer. Speziell durch
Wassereinlagerungen in den Muskelzellen vergrößern sich
dieselben. Man behauptet, dass nach einer regelmäßigen
Kreatineinnahme ein Muskelzuwachs von bis zu 5 kg erreicht
werden könne. |
Tatsächliche / belegbare Wirkung
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Wissenschaftliche Studien belegen zum
Teil die von Herstellern versprochene Wirkung. So vermutet man
beispielsweise, dass durch die Wassereinlagerung in den
Muskelzellen die Proteinproduktion, aber auch die Muskelbildung
verstärkt wird. Die
Muskelmassenzunahme kann durch Studien besonders für
mittelmäßig trainierte Personen beobachtet werden.
Von generell verbesserter
Leistungsfähigkeit, besonders im Gewichtheber- und
Bodybuilderbereich wurde in diversen Studien mittlerweile
belegt. Kreatin wirkt dabei im Hinblick auf die weniger schnell
eintretende Ermüdung und wirkt so leistungsfördernd. Auch eine
kürzere Dauer der Wiederherstellung der Kräfte (Regeneration)
gilt als erwiesen und ermöglicht somit intensivere
Trainingseinheiten durch schneller aufeinander folgende
Trainingseinheiten. |
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Nebenwirkung |
Kreatin kann nicht
einfach zusätzlich eingenommen werden, da durch eine zusätzliche
Supplementierung zunächst keine Wirkung erreicht werden kann.
Der Körper reagiert bei einer Supplementierung mit der Reduktion
der körpereigenen Kreatinproduktion, sodass zunächst erst einmal
durch die Supplementierung keine zusätzliche Wirkung erreicht
werden kann.
Darüber hinaus beginnt
der Körper nach einer Supplementierung erst etwa nach einem
Monat wieder mit der Eigenproduktion.
Die bereits weiter oben
angesprochene Wassereinlagerung bewirkt eine Gewichtszunahme von
bis zu 2 kg.
Durch eine langfristige
Supplementeirung und unter anderem der dauerhaft verstärkten
Trainingsphasen können Muskeln verhärten, unter Umständen sind
sie dann sogar stärker anfällig für Verletzungen. Beide
Tatsachen stehen in starkem Kontrast zu dem, was man sich von
einer Kreatineinnahme eigentlich verspricht.
Zu Nierenschädigung kann
es kommen, wenn dem Körper nicht ausreichend Flüssigkeit
zugeführt wird, die Supplementierung über einen längeren
Zeitraum oder in Form einer Überdosierung betrieben wird.
Besonders dann treten auch häufiger Muskelkrämpfe und –verletzungen
auf.
Wenn Kreatin unmittelbar
vor Trainingseinheiten eingenommen wird, können unter anderem
auch Magen- und Darmprobleme auftreten.
Wechselwirkungen mit
anderen Medikamenten sind noch nicht ausreichend erforscht. Von
Wechselwirkungen kann aber ausgegangen werden.
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Funktion |
Kreatin
als Zwischen- produkt des inter- mediären Stoffwechsels,
wird in der Leber und der Niere aus Arginin und Glycin unter
Entstehung von Guanidin- essigsäure und Methy- lierung von
Methionin zu Kreatin gebildet. Der Körper ist also zu einer
Eigensynthese befähigt, sodass nur ein Teil von außen über die
Nahrung zugeführt werden muss.
Speziell
in Fleisch und Fisch ist Kreation vorhanden. Man geht von einem
Kreatingehalt von etwa 0,5 g Kreatin in 100 g Lebensmittel aus.
Über die Nahrung aufgenommenes Kreatin wird zunächst im Dünndarm
absorbiert und schließlich in die Blutbahn eingschleust. So
gelant Kreatin in die Muskeln, das Herz und andere Organe.
Schließlich wird es über die Niere vom Körper wieder
ausgeschieden.
Ein etwa
70 kg schwerer Mensch benötigt zwischen 0,2 und 0,3 g pro Tag
und Kilo. Geht man davon aus, dass der Körper etwa die Hälfte
selbst synthetisieren kann, muss der Rest durch die Nahrung
zugeführt werden.
In
Trainingsphasen wird etwa 2/3 des Kreatins zu Kreatinphosphat
umgebildet. Dieses Kreatinphosphat ist in der Muskulatur als
Kopplung von Kreatin mit Phosphorsäure entstanden und gilt als
energiereiche Verbindung, aus der ATP regeneriert werden kann.
Dies
geschieht durch Übertragung der Phosphatgruppe auf
Adenosindiphosphat (ADP), wodurch dann letztlich
Adenosintriphosphat (ATP) entsteht. Möglich wird diese chemische
Reaktion durch ein Enzym, die Kreatinkinase. Speziell Kreatin,
welches in etwa 20 %ig erhöhtem Umfanbg dem Körper zugeführt
wird, kann als Kreatinphosphat in den Muskeln gespeichert
werden, wodurch die Möglichkeit einer Energiereserve erklärt
werden kann. Kreatinphosphat ist demnach ein schnell verfügbarer
chemischer Energiespeicher, der speziell im Rahmen von starken
sportlichen Belastungsphasen an Bedeutung gewinnt. |
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Dosierung |
Die Tagesdosis, die
empfohlen wird ist je nach Anbieter und zugrund liegender
Dosierung des Supplements unterschiedlich. Die Dosisempfehlungen
liegen zwischen 5 bis 20 g pro Tag (g/d).
Viele Anbieter empfehlen
eine so genannte „zweiphasige Kreatinkur“.
Darunter versteht man eine fünftägigen Aufladephase, in der 0,3g
Kreatin pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden soll und
eine im Anschluss daran erfolgende dreiwöchige
„Erhaltungsphase“, in der sich die Menge des zugeführten
Supplements auf 10% des in der Aufladephase supplementierten
Kreatins reduziert.
Nach diesen Phasen muss
eine „Absetzphase“ eingelegt werden. Darunter versteht man eine
mindestens vier Wochen anhaltende Kreatinabstinenz. Dies liegt
darin begründet, dass der Körper die Eigenproduktion einstellt,
wenn ihm von außen Kreatin in ausreichendem /
überdurchschnittlichen Maße zugeführt wird.
Man unterscheidet
verschiedene Prinzipien der Kreatinsupplementierung.
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Prinzip |
Ladephase |
Erhaltungsphase |
Absetzphase |
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Fast load |
0.3 Gramm pro
kg Körpermasse (KM) pro Tag
bei 70 kg: 21
g Kreatin pro Tag, aufgeteilt in ca. 4-5
Einzeldosen, kom- biniert mit ca. 2.5 L
kohlenhydratreicher Flüssigkeit
Dauer: 5-7
Tage |
0.03 Gramm
pro kg KM pro Tag
bei 70 kg:
ca. 2.1 g Kreatin als Einzel- dosis,
kombiniert mit ca. 2.5 L kohlen-
hydratreicher Flüss- igkeit
Dauer: ca.
6-8 Wochen |
nach jedem
Lade-/ Erhaltungs- zyklus
Dauer:ca. 3-4
Wochen |
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Fast load
modifiziert nach pharmako- logischen Überle-
gungen nach Mesa et al. |
20 Gramm,
aufgeteilt in 4-5 Einzeldosen, kom- biniert
mit je 500 ml Kohlenhydrat- getränk (ca.
90-100 g Kohlen- hydrate enthaltend), 30
Minuten nach der Kreatineinnahme
Dauer: 1. Tag
20 Gramm,
aufgeteilt in 4-5 Einzeldosen, kom- biniert
mit je 40-50 g schnell verfügbaren
Kohlenhydraten und je 50 g Protein ca. 30
Minuten nach Kreatin- einnahme
Dauer: 2. Tag |
3-5 Gramm pro
Tag
Dauer ca. 6-8
Wochen |
nach jedem
Lade-/ Erhaltungs- zyklus
Dauer: ca.
3-4 Wochen |
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Slow load |
3 Gramm pro
Tag, aufgeteilt auf ca. 2 Einzeldosen,
kombiniert mit ca. 2.5 L kohlen-
hydratreicher Flüssigkeit
Dauer: ca. 4
Wochen |
0.03 Gramm
pro kg KM pro Tag
bei 70 kg:
ca. 2.1 g Kreatin als Einzel- dosis,
kombiniert mit ca. 2.5 L kohlen-
hydratreicher Flüssigkeit
Dauer: ca. 4
Wochen |
nach jedem
Lade-/ Erhaltungs- zyklus
Dauer: ca.
3-4 Wochen |
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Bewertung: |
Auch hier ist die
Supplementierung zwar nachgewiesen, aber nicht unbedingt
unumstritten. Aufgrund der Nebenwirkung sollte eine
Überdosierung und eine Einnahme über einen längeren Zeitraum
hinweg vermieden werden. Es gilt ein Abwiegen der Vor- und
Nachteile für den Einzelfall. Allerdings sollte die Dosierung
entsprechend den Herstellerempfehlungen erfolgen. |
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Empfehlung |
Da nicht
jedes Kreatin gleicher
Qualität entspricht, empfehlen wir Kreatin von geprüften
Anbietern wie beispielsweise Synergen. |
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