MHB


Was ist MHB?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als HMB (Beta-Hydroxy-beta-Methylbutyrat, Hydroxymethyl-Buttersäure) bezeichnet man eines der Stoffwechselprodukte, die während des Abbauprozesses der essentiellen, verzweigt kettigen Aminosäure Leucin entstehen. Je nach individueller Ernährung (und somit unterschiedlicher Aufnahme von Leucin) wird unterschiedlich viel HMB im Körper gebildet. Eine Mensch mit durchschnittlicher Ernährung bildet pro Tag etwa 0,3 g HMB.
Natürliche Quellen

Natürliche Quellen sind insbesondere jene Nahrungsmittel, die Leucin enthalten, da HMB im Rahmen der Verstoffwechslung von Leucin im Körper selbst entsteht.

Natürliche Quellen sind außerdem verschiedene Obst- und Gemüsesorten, wie z.B. Avocados, Alfalfa, Blumenkohl, Catfish und Grapefruits.

Versprochene / beworbene Wirkung

Angepriesen wird ein Kraftanstieg mit Erhöhung der Muskelmasse, aber auch ein Schutz der Muskelzellen vor trainingsbedingtem Abbau. Auch eine Reduktion des körpereigenen Fettanteils und damit einhergehend eine Gewichtsreduktion, sowie die Stärkung des Immunsystems soll bewirkt werden können.

Tatsächliche / belegbare Wirkung
 
HMBHMB ist eines der in seiner Wirksamkeit umstrittensten Supplemente. Die Spannweite der Untersuchungsergebnisse reicht von: Abbau von Muskelmasse durch Belastung und HMB – Supplementierung bis hin zum absoluten Gegenteil.

Aufgrund der umstrittenen Wirksamkeit, sollen hier nur Hypothesen wiedergegeben werden.

  1. Reduktion der Muskelschäden, die im Rahmen von Trainingssituationen auftreten können.
  2. Beschleunigung des Muskelwachstums.
  3. Unterstützung des Kraft- und Muskelaufbaus nach hartem Widerstandstraining durch Abbau von Muskelproteinen.

 

Kritiker hingegen erwähnen, dass HMB letzen Endes der Energiegewinnung dient und dies auch durch andere Nahrungsmittel erreicht werden könne.

Nebenwirkung

Ähnlich wie die Wirkungen sind auch die Nebenwirkungen nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Man geht davon aus, dass HMB - Supplemente die Entstehung von Akne unterstützt.

Es gibt darüber hinaus noch keine Langzeitstudien, so dass die HMB – Supplementierung über einen längeren Zeitraum unbedingt mit einem Arzt besprochen werden sollte.

Um im Hinblick auf HMB Nebenwirkungen möglichst auszuschließen, sollten Sie generell mit Ihrem Arzt in Kontakt treten. Auch Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten sind letztlich nicht auszuschließen.

Funktion

Wenn Muskeln beansprucht werden, finden sowohl katabole (muskelabbauende) als auch anabole (muskelaufbauende) Prozesse statt, in denen unterschiedliche Stoffe „verstoffwechselt“ werden. Beispielsweise entstehen dabei als Stoffwechselzwischenprodukte der essentiellen verzweigt kettigen Aminosäure Leucin HMB und Isokaproat. Beide erwecken den Eindruck, die muskelabbauenden Prozesse durch ihre Synthese zu verringern. Aus diesem Grund nennt maan HMB und Isokaproat beispielsweise auch Antikataboliten. Man erklärt sich diese Tatsache damit, dass HMB als Vorprodukt der körpereigenen Synthese von Cholesterin in größerem Maße benötigt wird, sobald der Cholesterinbedarf infolge schnellen Zellwachstums erhöht wird.

Aus diesen Überlegungen stammt auch die Hypothese, dass eine verstärkte Zufuhr von HMB in Phasen starker Muskulaturbeanspruchung Schäden im Bereich der Muskulatur verringern, aber auch die Regeneration geschädigter Partien beschleunigen kann.

HMB – Supplementen werden die Wirkungsweisen entsprechend der im letzten Abschnitt beschriebenen Hypothese zugewiesen. Ferner vermutet man, dass HMB in der Eigenschaft als Vorprodukt der körpereigenen Cholesterinsynthese in der Lage ist, die LDL – Cholesterinwerte und die Blutdruckwerte zu senken. Darüber hinaus ist ein immunstimmulierender Effekt denkbar, aber nicht erwiesen. 

Die antikatabole Wirkung, die HMB in starken Trainingsphasen zugeschrieben wird, ist für die Einstufung des HMB als B – Supplement verantwortlich.

 
Dosierung

Halten Sie sich an die Angaben des Herstellers. Die Dosierung ist stets abhängig von den dem Medikament zu Grunde liegenden Inhaltsstoffe und deren Mengenverhältnis.

Bewertung:

Da die Wirkungsweise noch nicht abschließend untersucht worden ist und auch im Hinblick auf die Nebenwirkungen keine klaren Angaben gemacht werden können, sollte man mit der Einnahme von HMB vorsichtig sein.